öko Modellregion, München West, Fürstenfeldbruck

In der Region München-West / Landkreis Fürstenfeldbruck (FFB) zeichnet sich ein wichtiger Schritt für eine zukunftsfähige Landwirtschaft und Ernährung ab: München und der Landkreis Fürstenfeldbruck wollen gemeinsam eine staatlich anerkannte Öko-Modellregion auf den Weg bringen. Ziel ist es, mehr Bio-Landbau in der Region zu ermöglichen, Wertschöpfungsketten zu stärken und regionale Vermarktung deutlich auszubauen.

Was ist eine Öko-Modellregion – und warum ist das relevant?

Öko-Modellregionen sind vom Freistaat Bayern geförderte regionale Bündnisse, die Erzeuger, Verarbeitung/Handwerk, Handel, Gastronomie und Verbraucher besser vernetzen sollen – damit bio-regionale Produkte leichter vom Feld auf den Teller kommen.

Finanziell ist das Programm so angelegt, dass das Projektmanagement über fünf Jahre zu 75% gefördert wird; die Region trägt den Rest.
Für die Bewerbung gilt (für diese Runde) zudem eine klare Frist: Konzept + Beschlüsse müssen bis 30. November 2025 eingereicht werden.

Was ist in München-West / FFB konkret geplant?

Laut Berichten hat der Kreistag Fürstenfeldbruck beschlossen, sich zu bewerben – mit dem Ziel, die Wertschöpfungskette für regionale Bio-Lebensmittel im Landkreis zu stärken und Ökolandbau sowie Vermarktung voranzubringen.
Spannend ist dabei die Verbindung zur Landeshauptstadt: München verfolgt seit Jahren das Ziel, den Bio-Anteil in der Außer-Haus-Verpflegung (Kitas, Schulen, Kantinen, Einrichtungen etc.) deutlich zu erhöhen.
Das schafft – wenn es gut gemacht wird – verlässliche Absatzwege für regionale Bio-Betriebe und Kooperationspartner aus Verarbeitung und Logistik.

Warum das zu Mit Sinn Leben eG passt

Unsere Genossenschaft steht für gemeinschaftliche, regionale Lösungen, lokale Wertschöpfung und ein gutes Leben vor Ort. Genau hier liegen die Andockpunkte:

1) Regionale Versorgung & Gemeinschaft
Eine Öko-Modellregion kann helfen, bio-regionale Lebensmittel verlässlicher verfügbar zu machen – für Nachbarschaften, gemeinschaftliche Projekte, Veranstaltungen und Kooperationen.

2) Förderlogik: Kleinprojekte & Anschub
In bestehenden Öko-Modellregionen gibt es zudem einen Förderrahmen für Öko-Kleinprojekte, der u. a. Wertschöpfungsketten und Bewusstseinsbildung unterstützt.
Wenn unsere Region anerkannt wird, kann das mittelfristig auch für Initiativen aus unserem Umfeld interessant werden.

Was wir jetzt tun können (konkret & pragmatisch)

  • Netzwerk sichtbar machen: Welche Betriebe, Initiativen, Gärten, Caterer, (SoLaWi-)Projekte, Bildungsangebote und Handwerker*innen aus unserem Umfeld könnten Teil einer bio-regionalen Kette sein?

  • Kooperationen anstoßen: Modellregion heißt: an einen Tisch kommen. Das ist die Gelegenheit, früh dabei zu sein und echte Praxisprojekte vorzuschlagen.

Unser Fazit

Eine Öko-Modellregion München-West / Fürstenfeldbruck wäre ein starkes Signal: mehr Bio aus der Region, bessere Vermarktung, mehr Zusammenarbeit – und damit genau die Art von Strukturwandel, den wir für ein gutes, resilientes Leben vor Ort brauchen. Wir bleiben dran und schauen, wo wir als Mit Sinn Leben eG aktiv mitgestalten können.